Dr. Georg Nüßlein | MdB
Dr. Georg Nüßlein

Mein Patenkind George Wasswa Kajubi aus Uganda

Mein Patenkind George Wasswa Kajubi aus UgandaIm März 2011 habe ich eine Patenschaft für George Wasswa Kajubi, geboren am 30. August 1999, in Uganda übernommen. Dieses Patenschaftsprogramm wird organisiert von dem im September 1998 von Richard Reinöhl aus Oberschönegg gegründeten Verein „Hilfe für Kinder in Uganda“. Im Rahmen des Vereins ermöglichen Reinhold Reinöhl und seine allesamt ehrenamtlich tätigen Mithelfer jährlich etwa 800 bitterarmen Kindern in Uganda einen Schulbesuch und ein tägliches warmes Mittagessen. Dafür hat der Verein neue Schulgebäude, Wohnungen für Lehrer, neue Toiletten, Küchen, Brunnen und andere zum Leben notwendige Infrastruktur für die St.-Kizito-Ssanda Schule im ugandischen Buswa aufgebaut.

 

Mit der Schulpatenschaft garantiere ich meinem Namensvetter George einen siebenjährigen Schulbesuch. George ist wie die meisten anderen Patenkinder des Vereins ein Waisenkind. Ohne fremde Hilfe hätten er und die anderen Waisenkinder keine Chance, eine Schule zu besuchen. Mit meinem Beitrag bezahle ich ihm das Schulgeld, das Lehrmaterial, eine Schuluniform und ein tägliches Mittagessen in der Schule.

 

Der erste Brief meines PatenkindesIn Uganda werden gerade einmal 55 Prozent der Kinder eingeschult, auch wenn es seit 1997 eine offizielle Schulpflicht gibt. Es gibt aber nur sehr wenige Schulen, die der Staat unterstützt – und wenn, erhält nur das erste Kind einen Zuschuss von fünf Euro pro Jahr. Dass das bei Weitem nicht ausreicht – erst recht nicht bei mehrköpfigen Familien – ist klar. Die Volksschule („Primary School“) geht sieben Jahre und endet mit einer Abschlussprüfung, die bestimmt, ob man in die nächsthöhere Schule („Secondary School“, vergleichbar mit unserer Realschule, dauert weitere vier Jahre, hier keinerlei staatliche Unterstützung) aufrücken kann. Auch George ist in der Primary School. Die Schuljahre sind in Trimester aufgeteilt. An der Primary School ist eine Klassenstärke von 80 bis 100 Schülern die Regel – und das unter kärglichsten Bedingungen, ohne Strom, auf dem Boden kauernd, ohne Schreibutensilien u.ä. Die Kinder haben oftmals Schulwege von bis zu acht Kilometern zu Fuß (!) zurückzulegen. Damit die Schüler diesen langen Weg nicht täglich per pedes zurücklegen müssen und sie sich intensiver dem Lernen widmen können, hat der Verein für die Schüler der Secondary School ein Internat gebaut. Weitere Ausbaumaßnahmen sind geplant.

 

Wenn man die schwierigen Bedingungen im Land und die schlechten Perspektiven nicht nur für die begabten Kinder in Uganda sieht, wird eine solche Schulpatenschaft zur echten Herzensangelegenheit. Wir alle können jeweils unseren kleinen Teil dazu beitragen, dass es anderen Menschen mit so schlechten Bedingungen etwas besser geht. Reinhold Reinöhl und sein Team machen vor, wie weit ehrenamtliches Engagement gehen kann. Aber das kann und muss nicht jeder. Nur gelegentlich einen kleinen Beitrag für diese Menschen zu leisten, ist schon ein großer Beitrag zur Linderung des für uns zum Teil unvorstellbaren Leidens auf der Welt. So freue ich mich persönlich, zu sehen und zu hören, wie sich George entwickelt, welche Fortschritte er macht und was später aus ihm wird. Einen ersten Brief hat er mir schon geschrieben. Sie finden den Brief und ein Bild des Jungen oben im Text.

 

Weitere Informationen zum Verein "Hilfe für Kinder in Uganda" finden sie auf http://www.ugandahilfe.de/

Weitere Impressionen der Hilfe des Vereins:

Schule St. Andrew's Lehrer St. Andrew's Patenschaftsbetreuerin Lissi Greck in Uganda
Schule St. Kizito (2. Schulprojekt des Vereins) Vorstand Reinhold Reinhöhl in Uganda Klassenzimmer St. Andrew's
Waschraum St. Andrew's    
Dr. Georg Nüßlein, MdB | Platz der Republik 1 | 11011 Berlin | georg.nuesslein@bundestag.de